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Hier teile ich die neuesten Updates, Inspirationen und Fortschritte meiner Kunstprojekte. Taucht ein in meine kreative Welt und begleitet mich auf meiner Reise voller Farben, Ideen und Leidenschaft!

„Jahr des Feuerpferdes“ – Ein Werk im Entstehen

05/05/2026

Inmitten warmer Orangetöne, glühender Rottöne und tiefschwarzer Kontraste galoppieren kraftvolle Pferde durch eine explosive Landschaft aus Licht und Schatten. Das neue Acrylgemälde, an dem ich gerade arbeite, trägt den Titel „Jahr des Feuerpferdes“ – eine Hommage an das chinesische Sternzeichen, das 2026 prägen wird.

Das Bild zeigt mehrere Pferde in voller Bewegung. Ihre Körper verschmelzen mit den Flammen der Umgebung – Mähnen und Schweife scheinen aus purem Feuer zu bestehen. Die Komposition ist bewusst dynamisch und im Moment noch roh gehalten: kräftige, expressive Pinselstriche, sichtbare Schichten und ein Farbenspiel, das von leuchtendem Gelb über intensives Orange bis hin zu dunklen, fast bedrohlichen Schatten reicht. Es ist noch längst nicht fertig. Gerade dieser unfertige Zustand macht den Moment so authentisch – das Bild befindet sich genau wie das Jahr selbst noch in der Entstehung, voller Potenzial und ungezähmter Energie.

Die Symbolik des Feuerpferdes

Im chinesischen Zodiac steht das Feuerpferd (Bing Wu) für eine besonders intensive und leidenschaftliche Ausprägung des Pferdejahres. Feuer symbolisiert Transformation, Willenskraft, Kreativität und Zerstörung zugleich. Das Pferd wiederum verkörpert Freiheit, Ausdauer, Abenteuerlust und den unstillbaren Drang, voranzupreschen.

Zusammen ergeben sie eine kraftvolle Metapher für Zeiten des Umbruchs: mutig, energiegeladen, manchmal unruhig, aber immer vorwärtsgerichtet. Viele Menschen, die im Zeichen des Pferdes geboren sind – oder sich einfach von seiner Energie angesprochen fühlen – erkennen in diesem Jahr eine Einladung, alte Fesseln abzustreifen und mit voller Hingabe ihrem inneren Feuer zu folgen.

Philosophische Note

Das Feuerpferd lehrt uns eine tiefe Wahrheit: 

Wahre Freiheit entsteht nicht in der Abwesenheit von Feuer, sondern inmitten der Flammen.

Es geht nicht darum, das Feuer zu löschen, wenn es unangenehm wird, sondern zu lernen, mit ihm zu galoppieren. Die Pferde auf dem Bild sind nicht nur in Flammen – sie sind die Flammen. Sie verkörpern die Idee, dass unsere größte Kraft oft genau dort liegt, wo es am heißesten ist: in Momenten der Veränderung, der Leidenschaft, der scheinbaren Unordnung.

Das Gemälde erinnert daran, dass Schöpfung immer auch Zerstörung beinhaltet. Alte Strukturen verbrennen, damit Neues entstehen kann. Die sichtbaren, wilden Pinselstriche sollen genau diese rohe, ehrliche Energie einfangen – nichts Glattpoliertes, nichts Perfektes, sondern etwas Lebendiges, Atmendes, noch Werdendes.

Aktuell steht das Bild noch auf dem Holztisch, umgeben von Farbtuben, Pinseln und der alltäglichen Unordnung eines echten Ateliers. Es wird weiter wachsen, Schichten erhalten, vielleicht noch mehr Tiefe und Details. Aber schon jetzt erzählt es seine Geschichte: von Mut, von innerem Feuer und von der wilden Schönheit, einfach loszulaufen – auch wenn der Weg noch nicht vollständig sichtbar ist.

Wer sich von der Energie des Feuerpferdes angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, den Entstehungsprozess mitzuverfolgen. Das Bild entsteht für alle, die 2026 nicht nur erleben, sondern bewusst mitgestalten wollen.

Das Feuer brennt. Die Pferde galoppieren. 

Meine Frage an dich: Reitest du mit?

Wendigo trifft auf Teetasse – Das finale Artwork für Kllsignl ist fertig

04/05/2026

Nach den letzten Detailarbeiten und der Fertigstellung des Hintergrunds ist das neue Artwork für Kllsignl nun vollendet. Die Kooperation mit dem Dark-Electro- und Metal-Künstler hat ein starkes, atmosphärisches Key-Visual hervorgebracht, das fantastisch zu seiner musikalischen Welt passt.

Das Bild zeigt einen Wendigo – das mythische, vom unstillbaren Hunger getriebene Wesen der nordamerikanischen Folklore – in einem unerwartet zivilisierten Moment: Er hält eine filigrane Porzellantasse in der Hand und nippt genüsslich an seinem dunklen Trank. Der weiße Hirschschädel mit dem breiten Grinsen, die mächtigen schwarzen Geweihstangen und der farbenexplosive, abstrakt bemalte Körper bilden einen starken Kontrast. Der neu gestaltete Hintergrund verbindet chaotische, texturierte Pinselstriche in Pink, Salbeigrün und Türkis mit dunklen, fast verwunschenen Wald-Elementen am unteren Bildrand – als würde der Wendigo genau zwischen Wildnis und Zivilisation schweben.

Dieses Artwork wird als  Cover bzw. Visual für einen der kommenden Tracks von Kllsignl verwendet. Die rohe, düstere Energie seiner Musik – tiefe Dark-Electro-Atmosphären gepaart mit metallischen, brachialen Elementen – findet hier ihre visuelle Entsprechung.

Der gezähmte Hunger

Der Wendigo symbolisiert seit jeher die zerstörerische Kraft menschlicher Gier und den Verlust der eigenen Menschlichkeit. In unserer schnelllebigen, reizüberfluteten Zeit wirkt diese Figur bedrückend aktuell. Doch genau hier entfaltet das Bild seine besondere Kraft: Der Wendigo hält inne. Er genießt. Er trinkt Tee.

Diese Szene erzählt von der Dualität, die in jedem von uns steckt – dem ewigen Konflikt zwischen wildem Trieb und dem Sehnen nach Ruhe, Schönheit und Kontrolle. Es ist eine ironische, fast melancholische Reflexion darüber, wie wir unsere inneren Monster manchmal zähmen können, auch wenn sie niemals ganz verschwinden.

Das finale Piece ist jetzt bereit für den Release. Sobald der Track erscheint, wird das Bild ihn als visuelles Gesicht begleiten.

Zusatz

Das Originalbild wird bald in einer Bar -direkt in München- mit einem sehr passenden Namen und Ambiente zu sehen sein. Solltet Ihr einmal in der St.-Paul-Straße (Hausmummer 1a) in München eine Bar mit Hörnern im Logo sehen, lohnt es sich einen Besuch dort abzustatten. 

In der Bar gibt es eine Slabeigrüne Wand, die ich aufgreifen wollte, damit das Werk auch hier passt.

Sodann... Stay hungry. But sometimes… enjoy the tea.

Wendigo trifft auf Teetasse

18/04/2026

In meinem aktuellen Projekt entsteht gerade etwas ganz Besonderes – eine Zusammenarbeit mit dem Dark-Electro-Künstler Kllsignl. Seine Musik verbindet rohe, atmosphärische Dark-Electro-Sounds mit metallischen, brachialen Parts: tiefe, pulsierende Bässe, verzerrte Gitarrenriffs und eine Dunkelheit, die unter die Haut geht. Für einen seiner kommenden Tracks habe ich ein Artwork geschaffen, das genau diese Welt widerspiegelt – und gleichzeitig auf überraschende Weise durchbricht.

Das Motiv zeigt einen Wendigo, jenes mythische Wesen aus der indigenen Folklore Nordamerikas: ein geisterhafter, vom Hunger getriebener Kannibale mit Hirschgeweih, eingefallenem Schädel und einer unstillbaren Gier. Doch hier sitzt er nicht im ewigen Winter der Wälder und verschlingt seine Opfer. Er hält eine zarte Porzellantasse in der Hand, nippt genüsslich an einem dunklen Trank und wirkt dabei fast … zivilisiert. 

Das schwarze Skelettgesicht mit dem breiten Grinsen kontrastiert mit dem farbenfrohen, abstrakt bemalten Körper – ein wildes Spiel aus Blau, Rot, Gelb und Schwarz, das wie eine lebendige Leinwand wirkt. Der Hintergrund ist derzeit noch ein klares, intensives Pink, die Detailarbeiten und der finale Hintergrund folgen in den nächsten Tagen.

Die Kooperation ist mehr als nur ein Cover-Artwork. Kllsignl wird das Bild direkt für seinen Song verwenden. Die Musik und die visuelle Welt verschmelzen hier zu einem Gesamtkunstwerk: die metallisch-elektronische Wucht seiner Tracks trifft auf eine Szene, die gleichzeitig bedrohlich und absurd friedlich ist.

Philosophischer Unterton: Der gezähmte Hunger

Der Wendigo ist kein einfaches Monster. In der Mythologie steht er für den inneren Abgrund des Menschen – für Gier, Konsumwahn und die zerstörerische Kraft ungezügelter Begierden. Er symbolisiert, was passiert, wenn wir uns selbst verlieren und nur noch verschlingen wollen. In unserer heutigen Welt, die von ständiger Überreizung, schneller Befriedigung und digitalem Kannibalismus geprägt ist, wirkt er erschreckend aktuell.

Und genau hier liegt der Reiz dieses Bildes: Der Wendigo trinkt Tee. Er hält inne. Er genießt einen Moment der Ruhe, der Zeremonie, der scheinbaren Normalität. Ist das Ironie? Oder ein Hoffnungsschimmer? Die Szene zeigt die Spannung, die in jedem von uns steckt – zwischen dem wilden, dunklen Trieb und dem Wunsch nach einem Hauch von Schönheit und Kontrolle. Es ist ein Bild über die Dualität des Daseins: Wir tragen das Monster in uns, doch manchmal schaffen wir es, ihm eine Tasse in die Hand zu drücken und ihm für einen Augenblick Frieden zu schenken.

Genau diese Ambivalenz findet sich auch in Kllsignls Musik wieder. Die harten Metal-Einflüsse brechen die elektronische Kälte auf, lassen rohe Emotionen durchschimmern und erzeugen einen Sound, der zugleich aggressiv und melancholisch, bedrohlich und hypnotisch ist. Das Artwork wird nicht nur den Song visualisieren – es wird ihn erweitern. Es lädt den Hörer ein, tiefer in diese Welt einzutauchen und sich selbst zu fragen: Wo endet der Hunger und wo beginnt der Genuss?

Das Bild ist noch nicht ganz fertig – die letzten Details und der finale Hintergrund werden in Kürze folgen. Sobald alles steht, wird es offiziell als Cover bzw. Key-Visual für den Track veröffentlicht. Wer Kllsignls Musik bereits kennt oder neugierig auf diese spannende Fusion aus Dark Electro, Metal und surrealer Kunst ist, sollte die Augen offen halten.

Stay hungry. But sometimes… enjoy the tea.

Die Lady in Orange - Eine Meditation über Werden, Geduld und die Nackte Wahrheit des Seins

17/04/2026

Sie trägt keinen Namen, nur eine Farbe: Orange. Und doch ist sie lebendiger als viele Gestalten, die durch die Geschichte der Kunst wandern. Meine Lady in Orange wurde im Dezember 2025 geboren – in jener dunklen, kalten Zeit, in der die Welt sich zurückzieht und das Licht knapp wird. Der erste Pinselstrich war ein Akt des Trotzes, ein Funke, der gegen die Winterstarre aufbegehrte. Doch sie blieb lange unvollendet. Monate lang stand sie, halb nackt, halb Geist, in meinem Wohnzimmer, ein stiller Gast, der jeden Morgen und jeden Abend mit mir atmete. Sie wartete. Und in diesem Warten lag bereits ihre tiefste Philosophie.

Orange ist keine neutrale Farbe. Sie ist die Farbe der aufgehenden Sonne, des inneren Feuers, der alchemistischen Wandlung. Sie brennt nicht wie Rot, sie wärmt nicht wie Gelb – sie verwandelt. In ihrem Licht erscheint die Lady: eine Frau, nackt, aufrecht, die Augen geschlossen, als hätte sie die Welt der äußeren Erscheinungen bereits hinter sich gelassen. Ihr Körper leuchtet in demselben Goldton wie der Hintergrund, aus dem sie sich löst – als wäre sie nicht gemalt worden, sondern aus ihm hervorgetreten. In einer Version umgeben von wirbelnden, fast kosmischen Pinselstrichen, die wie Gedankenströme oder kosmischer Staub fließen; in der anderen umgeben von strengen, fast städtischen Farbblöcken in Schwarz, Rot und Grün, die das Chaos der Moderne andeuten. Beide Versionen sind dieselbe Seele, nur in verschiedenen Momenten ihrer Geburt betrachtet.

Philosophisch betrachtet ist die Lady in Orange ein Bild des Werdens selbst. Sie erinnert an die antike Idee der potentia – der Möglichkeit, die noch nicht zur Wirklichkeit geworden ist. Monate lang war sie unfertig, und gerade darin lag ihre größte Kraft. Sie stand mitten im Alltag, zwischen Kaffeetassen und Büchern, und zwang mich, sie täglich anzuschauen, ohne sie zu vollenden. Das war keine Faulheit. Das war eine Lektion in Demut. Wie ein Embryo im Mutterleib brauchte sie Zeit, um Gestalt anzunehmen. Die unvollendete Lady lehrte mich, dass wahre Schöpfung nicht im kontrollierten Akt des Malens liegt, sondern in der Geduld, mit der wir das Unvollendete aushalten. In einer Welt, die uns unablässig zur Produktivität drängt, war sie mein stiller Protest: Manches muss reifen. Manches darf warten.

Ihre Nacktheit ist radikal. Kein Gewand, kein Schmuck, keine Rolle. Sie ist reines Da-Sein. Die geschlossenen Augen sagen: Ich brauche euren Blick nicht, um zu existieren. Ich bin genug. Damit wird sie zur modernen Eva – nicht die, die aus der Rippe Adams geschaffen wurde, sondern die, die aus dem Orange des Lebens selbst aufsteigt. Sie verkörpert die feminine Urkraft, die nicht erobert werden muss, sondern die sich selbst entfaltet. In ihrer Haltung – ein Arm leicht gesenkt, der andere fast segnend erhoben – liegt weder Scham noch Provokation, sondern eine stille Souveränität. Sie ist zugleich Muse und Schöpferin, Objekt und Subjekt. Sie ist das, was wir alle in unseren tiefsten Momenten sind: verletzlich und doch unzerstörbar.

Als ich sie endlich im März 2026 vollendete, war es kein Triumph, sondern ein Abschied. Sie hatte ihre Zeit bei mir gehabt. Nun ging sie in die Welt. Die Lady in Orange erinnert uns daran, dass jedes Kunstwerk ein Stück unvollendeten Lebens ist, das wir dennoch mit Liebe entlassen. Sie steht für die Schönheit der Zwischenzustände, für die Würde des Wartens, für die tiefe Weisheit, dass nichts wirklich fertig wird – und dass gerade darin seine Vollkommenheit liegt.

In ihrem Licht erkennen wir vielleicht zum ersten Mal, wie schön es sein kann, unfertig zu sein - bis der richtige Moment kommt. 

Wilkommen zurück: Ein Neustart für die Webseite und neue Perspektiven

16/04/2026

Es freut mich überaus, meine neue Webseite mit euch teilen zu dürfen. Nach einigen Niederschlägen und Rückwürfen, konnte ich nun einen neuen Anbieter für meinen Online-Auftritt finden. Es war nicht leicht die Seite neu aufzusetzen und sämtliche bereits geposteten Inhalten zu übernehmen. Auch die Recherche nach den Webseiten-Anforderungen wie Impressum und Datenschutz hat nochmal einiges an Zeit eingenommen.

Die Homepage sieht nun grundsätzlich etwas anders aus als die vorherige. Ich habe versucht das Design weitmöglichst beizubehalten. Ganz schlicht ohne großen Schnickschnack in weis. Es gibt einen spezifischen Namen dafür "White Cube", hierbei wir ein Raum vollständig in Weis gestaltet ohne Details um den vollen Fokus auf die Kunst zu richten. Ich bin sehr zufrieden und hoffe auch euch gefällt es und hoffe, dass Ihr mich auch weiter auf meiner kreativen Reise begleitet.

Leider ist es jetzt nicht mehr möglich Kommentare zu posten und das Teilen der Beiträge, wie in Vergangenheit funktioniert auch nicht mehr. Daher meine Bitte an alle die sich hier aufhalten: Schaut doch von Zeit zu Zeit einfach hier vorbei und entdeckt was sich verändert hat.

Monkey Bussines

09/04/2026

Der Nachfolger von „Große Pause“ ist da.

Nachdem der Elefant in meinem letzten Bild noch gemütlich auf der Toilette saß und seine Zeitung studierte, hat nun ein ganz anderer Bewohner den Thron übernommen: ein Schimpanse mit entspannter Haltung, Zigarette im Mundwinkel und der passenden Lektüre in den Händen.

Das Bild trägt den Titel „Monkey Business“ – und der Name ist Programm.
Während der Elefant in „Große Pause“ noch eine gewisse würdevolle Gelassenheit ausstrahlte, zeigt der Schimpanse eine deutlich frechere, fast schon dreiste Nonchalance. Er sitzt nicht einfach nur da – er macht Monkey Business. Die Zeitung heißt nicht umsonst genau so. Die Uhr an der Wand hat statt Zahlen eine Banane als Zeiger – Zeit ist relativ, wenn man auf dem stillen Örtchen sitzt und die Welt für einen Moment ausblendet.

Die Szene ist bewusst absurd und humorvoll. Sie spielt mit der menschlichen Angewohnheit, auch die profansten Momente des Alltags mit einer gewissen Ernsthaftigkeit zu füllen – sei es durch das Lesen der Zeitung, das Rauchen oder einfach nur das genüssliche „Sich-Zeit-Nehmen“. Der Schimpanse übernimmt hier ganz selbstverständlich menschliche Verhaltensweisen und macht sie gleichzeitig durch seine tierische Präsenz lächerlich.

„Monkey Business“ ist damit nicht nur die Fortsetzung von „Große Pause“, sondern auch eine kleine Steigerung in der Absurdität und im Humor. Wo der Elefant noch eine ruhige, fast philosophische Pause einlegte, bringt der Schimpanse eine deutlich frechere, verspieltere und anarchischere Note mit.
Beide Bilder gehören zusammen. Sie zeigen, dass selbst die intimsten und banalsten Momente des Lebens Raum für Kunst, Ironie und ein Augenzwinkern bieten. Ob Elefant oder Affe – auf dem stillen Örtchen sind wir alle irgendwie gleich: beschäftigt damit, einfach mal nichts zu tun.

Und manchmal ist genau das die schönste Form von Monkey Business.

The Golden Ones - Die letzten Bilder der Bottles and Bubbles Serie

23/03/2026

In meiner Bottles & Bubbles-Serie habe ich mich über viele Monate hinweg mit Flaschen, Gläsern und dem prickelnden Versprechen von Feier und Leichtigkeit beschäftigt. Nun markieren diese beiden Arbeiten mit dem Titel „The Golden Ones“ den vorläufigen Abschluss dieses Kapitels – vorerst die letzten Bilder, die ich diesem Thema widme. Nach all den Variationen von Korken, Schaum und Reflexen spüre ich, dass es Zeit ist, den Pinsel in andere Richtungen zu lenken. Die Flaschen und Gläser haben genug erzählt; jetzt dürfen sie ruhen.

Beide Gemälde zeigen eine Champagnerflasche und ein Glas – zeitlose Symbole für Lebensfreude, Eleganz und den flüchtigen Höhepunkt eines Moments –, umhüllt von warmer, goldener Atmosphäre und kraftvoller Textur.

Gemalt mit hochwertiger Acrylfarbe in kräftiger Impasto-Technik: dick aufgetragene Schichten, die sich plastisch vom Untergrund abheben und fast greifbar wirken. Die goldenen, warmen Ocker-, Honig- und Beigetöne dominieren und umarmen die Szene wie flüssiges, mildes Licht – daher der Name „The Golden Ones“. Tiefe Schwarz- und Grautöne im Hintergrund schaffen dramatischen Kontrast und Tiefe.

Die Champagnerflasche – inspiriert von der ikonischen blauen Flasche mit weißem Schild, Stern und Lorbeerkranz – strahlt kühl und selbstbewusst. Ihr intensives Blau leuchtet wie ein Edelstein gegen das umgebende Gold und erzeugt einen spannungsvollen Farbkontrast. Das danebenstehende Glas fängt Reflexe ein, bricht das Licht in klaren, weißen Highlights und wirkt dabei zerbrechlich, aber lebendig und präsent.

Obwohl beide Werke dasselbe Motiv teilen, erzählen sie unterschiedliche Stimmungen:

  • Das eine strahlt Ruhe und Kontemplation aus – weichere Farbübergänge, zurückhaltendere Struktur, fast meditativ.
  • Das andere pulsiert energischer: kräftigere, reliefartige Striche, stärkere Hell-Dunkel-Kontraste – als stünde der Moment kurz vor dem ersten prickelnden Schluck.


In diesen Bildern geht es nicht nur um das Objekt selbst, sondern um das, was es berührt: die Vergänglichkeit des Moments. Der Champagner ist ein Sinnbild für das Leben – er perlt auf, schäumt über vor Freude und ist doch in Sekunden vergangen. Inmitten all des Goldes und der Textur liegt eine leise Melancholie: Wir feiern, weil wir wissen, dass nichts ewig währt. Die goldenen Töne erinnern uns daran, das Jetzt in all seiner Pracht zu umarmen, bevor der Schaum sich legt und das Glas leer wird. Es ist eine Einladung, innezuhalten und zu spüren, wie zerbrechlich und gleichzeitig unendlich wertvoll diese kleinen, leuchtenden Augenblicke sind.

Technisch entstanden die Werke mit pastoser Acrylfarbe auf Leinwand im Format 30 × 40 cm. Die dicke Impasto Auftragsweise schafft nicht nur visuelle, sondern auch haptische Tiefe – man möchte die Hand ausstrecken und die Reliefstruktur fühlen.

​„The Golden Ones“ sind für alle, die das Schöne im vermeintlich Einfachen lieben, die wissen, dass wahre Eleganz oft in mutiger Farbe, greifbarer Textur und einem Hauch von Vergänglichkeit liegt

Easy Astronaut - Wenn das Leben entgleitet und plötzlich ois easy wird

02/03/2026

Ich habe meinen Astronauten wieder auf Leinwand gebracht. „Easy Astronaut“ (2026) ist die direkte Fortsetzung von „Grias di Astronaut“ – nur diesmal noch freier, noch radikaler. Der Astronaut schwebt mitten im schwarzen Weltall, der Anzug weiß, auf der Brust groß und klar: EASY. Um ihn herum explodieren Farben – Blau, Violett, Rot, ein bisschen Grau dazwischen – wie wenn das Universum gerade beschlossen hat, einen kosmischen Farbrausch zu feiern. Mit der Hand greift er fast beiläufig nach einen goldenen Stab. Das Seil flattert lose hinter ihm her. Kein Rettungsanker mehr. Kein Plan. Nur Schwerelosigkeit.

Und genau das wollte ich mit diesem Bild sagen:
Auch wenn dir das Leben mal so richtig entgleitet – es ist alles ois easy.

Ich male das nicht, weil ich denke, dass das Leben immer einfach ist. Im Gegenteil. Ich male es, weil ich selbst erlebt habe, wie es sich anfühlt, wenn alles aus den Händen rutscht: Pläne zerbrechen, Sicherheit verschwindet, der Boden unter den Füßen weg ist. Man treibt. Kein Seil, kein Halt, nur Vakuum und dieses irre Farbgewitter um einen herum.

Mir ist klar geworden: Wenn ich aufhöre, mich mit aller Kraft dagegen zu stemmen, wenn ich aufhöre, alles kontrollieren zu wollen – dann wird’s plötzlich leicht. Nicht weil die Probleme weg sind. Sondern weil ich aufhöre, sie als Feinde zu betrachten.

Philosophisch gesehen greift das Bild in uralte Weisheiten rein. Heraklit mit seinem „panta rhei“ – alles fließt. Der Astronaut steigt nicht mal mehr in einen Fluss, er treibt mitten im Kosmos. Epiktet würde nicken: „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Meinungen darüber.“ Mein Astronaut hat keine Meinung mehr. Er hat nur noch Haltung – und die ist lässig.

Der goldene Stab ist kein magischer Allheilmittel. Er ist die kleine Erinnerung: Du kannst die Perspektive wechseln. Du kannst entscheiden, dass es ois easy is – auch wenn’s grad überhaupt nicht easy ausschaut. 

Für mich spiegelt es den zen-buddhistischen Flow-Moment: Aufhören zu kämpfen, sich dem Tanz des Universums anschließen. Die bunten Schlieren sind keine Bedrohung mehr, sie sind der Tanz. Das lose Seil ist die letzte Erinnerung an irdische Sicherheit – und es flattert frei. Ich brauche es nicht mehr.

Camus hätte wahrscheinlich gegrinst: Der absurde Held rollt keinen Stein mehr den Berg rauf. Er schwebt einfach. Er umarmt das Chaos und flüstert ihm ein „ois easy“ zu. Das ist für mich die höchste Form von Rebellion: Im totalen Durcheinander nicht zu verzweifeln, sondern locker zurückzuwinken.

„Easy Astronaut“ ist meine Einladung an dich:
Wenn dir die Kontrolle entgleitet – gut so.
Wenn die Pläne in Fetzen gehen – perfekt.
Wenn die Welt um dich herum in Farben explodiert und du keinen Boden mehr spürst – dann bist du genau da, wo du wirklich fliegen kannst.

Grias di im Weltall der Leichtigkeit.
Servus, Kontrolle – mia sehn uns später.
Ois easy.

"Sola dosis facit venenum"

30/01/2026

Aus der Serie Bottles and Bubbles

Wenn ich male, stelle ich mir oft die Frage: Wo genau liegt die Grenze zwischen Rausch und Ruin? Diese schwarze Champagnerflasche mit dem giftig-goldenen Hals – sie steht da wie ein Mahnmal in meiner Serie Bottles and Bubbles. Kein fröhliches Prickeln, kein Fest. Stattdessen diese Inschrift, die Paracelsus zugeschrieben wird: Sola dosis facit venenum.

Das Original lautet bei ihm ungefähr so: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Ich habe das lateinische Kürzel auf die Flasche geschrieben, weil es brutaler, endgültiger wirkt. Wie ein Etikett, das niemand abreißen kann.

In diesem Bild kämpfen das kalte Ultramarinblau und das fiebrige Gelb miteinander – fast so, als würden sie sich gegenseitig vergiften. Das leere Glas daneben ist noch unschuldig oder schon schuldig; es wartet. Die zerbrochene Architektur im Hintergrund erinnert mich daran, dass jeder Exzess ein Gerüst braucht – und dass dieses Gerüst irgendwann bricht.

Für mich ist die Flasche in Bottles and Bubbles keine Feier mehr. Sie ist eine Vanitas der Moderne: kein Totenschädel, sondern ein Korken, der knallen kann oder auch nicht. Keine Sanduhr, sondern Perlen, die aufsteigen und platzen. Alles, was prickelt, trägt seine eigene Zerstörung in sich – je nachdem, wie viel man davon nimmt.

Paracelsus wusste das schon im 16. Jahrhundert. Ich male es im 21. Weil wir heute nicht nur mit Quecksilber oder Wein experimentieren, sondern mit jedem High, jedem Like, jedem Glas mehr. Die Frage ist immer dieselbe: Wie viel von diesem Blau, diesem Gold, diesem Leben ertrage ich, bevor es mich erstickt oder blendet?

Die Flasche antwortet nicht. Sie steht einfach da – schwarz, golden, giftig-schön – und lässt mich (und hoffentlich den Betrachter) mit der Antwort allein.

Kakaalpaka - Humor trifft Kunst

21/01/2026

Als Künstler hier in München, der die kleinen, alltäglichen Wunder der Stadt liebt, habe ich heute ein Gemälde vollendet, das aus einem ganz simplen, aber genialen Straßenfund geboren wurde. Ich war neulich unterwegs Richtung Viktualienmarkt, als mir dort dieser Sticker ins Auge fiel: Ein lustiger Spruch mit einem Alpaka, der sinngemäß sagte „Geht’s deiner Seele mal kacka, dann hilft ein Alpaka“. (Eine kleine virale Perle bayerischer Lebensweisheit.)

Dieser winzige Aufkleber hat mich sofort gepackt. Mitten in einem dieser grauen Wintertage, wo alles ein bisschen schwer und „kacka“ wirkt, stand da plötzlich diese direkte, unverschämte Ehrlichkeit: Ja, manchmal geht’s der Seele scheiße – und genau dann braucht man was Fluffiges, Absurdes, das einen zum Lachen bringt. Kein tiefgründiger Ratgeber, kein Therapeutenspruch, sondern einfach ein Alpaka. Das hat mich inspiriert, den Gedanken größer zu machen und auf Leinwand zu bannen.

Mein Alpaka trägt jetzt einen schief sitzenden Fedora mit rotem Band, guckt mit riesigen, gelben Augen direkt in die Seele des Betrachters und scheint zu sagen: „Hey, chill. Ich bin hier, um die Kacke wegzublasen.“ Der Hintergrund ist ein lebendiger Farbverlauf von kühlem Türkis zu warmem Rot – wie der Übergang von Trübsinn zu neuer Energie, von Chaos zu Klarheit. Acryl, dicke Striche, viel Textur: Das Bild soll pulsieren, fast so, als würde das Alpaka gleich aus der Leinwand springen und dir einen tröstenden Spuckekuss geben.

Und jetzt kommt die kleine philosophische Note, die mir beim Malen durch den Kopf ging: In einer Welt, die uns ständig Perfektion, Produktivität und Positivität abverlangt, ist das Eingeständnis von „kacka“ eigentlich ein Akt der Rebellion – und der radikalsten Authentizität. Der Spruch erinnert uns daran, dass das Leben nicht immer erhaben sein muss.

Manchmal ist der schnellste Weg zur Heilung nicht Meditation oder Selbstoptimierung, sondern schlichtweg Humor und Absurdität. Das Alpaka, dieses unnachahmliche Wesen aus den Höhen der Anden, verkörpert genau das: Es spuckt, wenn’s ihm passt, es kuschelt, wenn’s ihm gefällt, und es macht sich keine großen Gedanken über die Erwartungen der Welt. Es ist pure, unkomplizierte Präsenz.


Indem ich diesen Sticker-Spruch zu einem Porträt gemacht habe, wollte ich genau diese Weisheit festhalten: Die tiefste Philosophie steckt oft in den banalsten, derbsten Momenten. Wenn die Seele „kacka“ ist, hilft kein großer Plan – sondern ein Blick in diese großen, gelben Augen, ein Lachen und die Erkenntnis, dass wir alle nur flauschige Wesen sind, die versuchen, durch den Mist zu kommen.

Jedes Mal, wenn ich das Bild nun betrachte, denke ich: Danke, anonymer Sticker-Künstler von München. Du hast mir heute gezeigt, dass Kunst nicht immer tiefsinnig sein muss – manchmal reicht ein bisschen Kacka und ein Alpaka, um die Welt ein Stück heller zu machen.

Große Pause

15/01/2026

Ein Elefant im Porzelanladen

Mein neuestes Bild trägt den Titel „Große Pause“ – und ich finde, er passt einfach perfekt.

Da sitzt ein riesiger Elefant auf dem Klo, die „Village Times“ weit aufgeschlagen vor dem Rüssel, und liest mit einer Ernsthaftigkeit, als würde er gerade die wichtigsten Nachrichten des Jahrhunderts studieren. Ich habe die Farben bewusst sehr reduziert gehalten – warme Grautöne, ein bisschen Braun, viel Kontrast zwischen dem massigen Körper und dem zarten Porzellan darunter. Es sollte gleichzeitig majestätisch und total absurd wirken. Genau diese Mischung aus Größe und Alltagsbanalität finde ich unglaublich spannend.

Den Titel habe ich übrigens nicht allein entschieden. Ich habe in der Community rumgefragt, und ein Hand voll Vorschläge bekommen – und als „Große Pause“ kam, war sofort klar: Das ist es. Es hat genau den richtigen Mix aus Humor, Tiefgang und Augenzwinkern.

Manchmal braucht es einfach eine richtig große Pause. Egal ob man ein Elefant ist, ein Künstler oder einfach nur ein Mensch, der mal fünf Minuten (oder länger) abschalten möchte.

Ich mag den Gedanken, dass das Bild den Betrachter kurz innehalten lässt – vielleicht sogar selbst ein kleines Schmunzeln auslöst. Genau dafür male ich.

Was meint ihr – wie lange würde euer Elefant die Zeitung lesen? 

Danke an alle, die beim Titelfinden mitgemacht haben – ihr habt den perfekten Namen gefunden! 

Ewiger Kampf unter der Roten Sonne

10/01/2026

Mein erstes Bild des Jahres 2026

Nach einer kurzen, aber intensiven kreativen Pause habe ich das neue Jahr direkt mit Farbe und Energie begrüßt. Das erste Werk 2026 trägt den Titel

„Ewiger Kampf unter der roten Sonne“

Ein einsamer Krieger – schwarz wie die Nacht, mit wehendem Haar und zwei gezückten Klingen – steht im Angesicht eines gewaltigen, spiralförmigen roten Himmels. Die Sonne ist kein sanftes Abendrot, sondern ein brodelnder, hypnotischer Wirbel aus Blut und Feuer. Im Hintergrund erheben sich schroffe Felsen und das vertraute Torii-Tor, halb verschlungen von Nebel und Schatten – ein Symbol für den Übergang, den Grenzbereich zwischen Welten.

Das Bild ist für mich mehr als nur eine Samurai-Szene. Es erzählt von Ausdauer, von dem stillen, nie endenden Kampf, den jeder von uns in sich trägt – gegen Zweifel, gegen die Zeit, gegen das Vergessen. Die rote Spirale symbolisiert dabei sowohl Zerstörung als auch unendliche Erneuerung. Ein Kreislauf, der nie wirklich aufhört.
 

Technisch habe ich diesmal sehr impulsiv und körperlich gearbeitet: breite Pinsel, viel Bewegung im Arm, fast schon kämpferisch aufgetragene Schichten von Titanweiß, Schwarz und verschiedenen Rot-Tönen. Das Ergebnis ist rau, direkt und – wie ich finde – sehr lebendig.

Ich mag den Gedanken, dass dieses Bild den Ton für 2026 vorgibt: mutig, kompromisslos und voller unbändiger Energie.

Auf ein kraftvolles, unvergessliches Kunstjahr!

Sokrates

27/12/2025

Ein Blick in die Tiefe der Unwissenheit 

Dieses expressive Porträt zeigt Sokrates in einer minimalistischen, fast skulpturalen Form – reduziert auf dicke, pastose Pinselstriche in Grau- und Weißtönen vor einem tiefen, dunklen Grün. Der Philosoph blickt den Betrachter direkt an, mit einem intensiven, durchdringenden Ausdruck, der Weisheit und ironische Distanz zugleich ausstrahlt. Die rohe, unvollendete Malweise verstärkt den Eindruck von etwas Archaischem, als ob die Figur aus der Dunkelheit des Unbekannten hervortritt.

Philosophisch verkörpert dieses Bild die Essenz des sokratischen Denkens: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Der dunkle Hintergrund soll die unendliche Tiefe der Unwissenheit symbolisieren, aus der Sokrates seine Fragen schöpft – ein Abgrund, der nicht bedroht, sondern einlädt zur Selbstprüfung. Mit den pastosen Striche möchte an die Mündlichkeit seiner Philosophie erinnern: Keine polierte Schrift, sondern lebendige, dialogische Suche. Sokrates erscheint hier nicht als idealisierter Weiser, sondern als fragender Mensch – bärtig, stirnrunzelnd, mit einem Hauch von Trotz und Humor in den Augen.

In einer Zeit voller scheinbarer Gewissheiten soll dieses Porträt zur Demut des Geistes mahnen. Der direkte Blick fordert heraus: Prüfe dein Leben, stelle Fragen, erkenne die Illusion des Wissens. Es ist eine moderne Hommage an den Vater der abendländischen Philosophie, der durch sein Sterben – den Schierlingsbecher – bewies, dass ein untersuchtes Leben das einzig lebenswerte ist.

Nataraja - Shiva's Cosmic Dance

24/12/2025

Mein neues Bild ist eine persönliche, abstrakte Interpretation von Shiva als Nataraja, dem Herrn des Tanzes. In der hinduistischen Tradition verkörpert Nataraja den kosmischen Tänzer, dessen ewiger Tanz den Rhythmus des Universums lenkt: Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung in einem harmonischen Kreislauf.

In der klassischen Pose hebt Nataraja ein Bein – ein Symbol für Befreiung und Gnade –, während der andere Fuß auf dem Dämon Apasmara ruht, der Unwissenheit und Illusion darstellt. In einer Hand hält er die Damaru, die Trommel der Schöpfung, deren Klang das Universum ins Leben ruft; in der anderen den Trishula, den Dreizack, der die drei fundamentalen Kräfte des Kosmos symbolisiert: Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Der Feuerring um die Figur herum steht für den ewigen Zyklus der Zeit und die transformative Energie des Kosmos.

Der Halbmond im wirbelnden Haar und die Ganga, die aus den Locken fließt, erinnern an Shivas Macht über Zeit und Naturkräfte. Der Tanz ist wild und zugleich ruhig, voller Ekstase und Gelassenheit – ein Symbol dafür, dass inmitten von Chaos und Veränderung Frieden und Erlösung möglich sind.

In diesem expressiven Stil mit leuchtenden Orange-, Blau- und Gelbtönen möchte ich die dynamische Energie und spirituelle Tiefe von Nataraja eingefangen. Es ist eine moderne Hommage an den göttlichen Tanz, der das Leben selbst widerspiegelt.

Jupiter in Gold und Schatten

10/12/2025

In einer Zeit, in der antike Mythologie meist nur noch als dekoratives Zitat oder ironisches Meme auftaucht, trifft dieses Bild wie ein Blitz aus heiterem Himmel: ein monumentales, Acryl-Porträt des römischen Himmels- und Donnergottes Jupiter, gemalt auf intensiv leuchtendem Goldgrund.

Der Gott blickt direkt, beinahe vorwurfsvoll auf den Betrachter herab. Kein idealisierter Schönling, kein barocker Prachtmensch mit wallendem Bart, sondern ein uraltes, wettergegerbtes Gesicht, das von unzähligen Stürmen und Jahrtausenden zeugt. Die Haut ist in kühlen Weis- und Graustufen gehalten, fast marmorartig, als wäre die Statue des Olympischen Zeus gerade erst aus ihrem Tempel getreten und hätte sich in Bewegung gesetzt. Die Augen liegen tief in den Höhlen, durchdringend, wachsam, ungeduldig. Man spürt sofort: Dieser Jupiter hat keine Lust mehr, nur noch als nette Allegorie für „Macht“ oder „Donnerstag“ herzuhalten.

Den Kopf krönt keine klassische Strahlenkrone, sondern ein wild wuchernder Lorbeer aus schwarzem und weißem Farbauftrag, der sich wie echte Blätter und gleichzeitig wie Blitze ausnimmt. Die Blätter sind mit schnellen, fast wütenden Pinselstrichen gesetzt; einige Tropfen Farbe laufen noch nach unten, als hätte der Gott gerade erst den Himmel zerrissen. Unter dem gewaltigen Bart windet sich ein weiteres Bündel Lorbeer nach unten, verschmilzt mit dem Kinn und löst sich schließlich in einem dunklen, fast tropfenden Farbstrang auf, ein Bild für die Macht, die sich gleichzeitig manifestiert und wieder auflöst.

Der Goldgrund ist nicht einfach Hintergrund, er ist Himmel, er ist göttliches Licht, er ist die pure Präsenz des Äthers. In dieses strahlende Gelbgold sollen die kalten Töne des Gesichts noch dramatischer wirken; ein fast brutaler Kontrast zwischen der ewigen Glorie und der vergänglichen, leidenden Materie. Jupiter ist hier kein heiterer Triumphator mehr; er ist der Gott, der trägt, der wacht, der manchmal auch leidet unter der Last seiner eigenen Allmacht.

Stilistisch bewegt sich das Werk zwischen klassischer Büstenporträt-Tradition und radikaler Expression: Die Formen sind klar konturiert, fast grafisch, aber die Oberfläche lebt von dickem, pastosem Farbauftrag und sichtbaren Pinselspuren. Ich möchte, dass man die Geste des Malens, die Energie, die Wut, die Ehrfurcht sieht. Es ist, als hätte ich versucht, den Donner selbst auf die Leinwand zu schmettern.

In einer Epoche voller ironischer Distanz und digitaler Kälte ist dieses Bild erstaunlich ernst, fast fromm. Es fordert Respekt. Es erinnert daran, dass Götter nicht nur nette Geschichten sind, sondern Urkräfte, die immer noch über (und manchmal in) uns walten.

Wer vor diesem Jupiter steht, versteht sofort: Hier regiert noch jemand. Und er hat keine Lust auf Smalltalk.

Neptun König der Tiefe - Ein Portrait in Türkis und Sturm

10/12/2025

Dieser Neptun erhebt sich aus dem Nichts, direkt aus der türkisfarbenen Fläche, als hätte das Meer selbst ihn mit einem einzigen, wilden Pinselstrich ausgespuckt: Neptun. Kein freundlicher alter Seebär mit Dreizack und nettem Lächeln – nein, dieser Neptun ist wütend, uralt und absolut lebendig.

Das Gesicht ist kaum mehr als Andeutung, zwei dunkle, stechende Augen, die direkt durch dich hindurchsehen. Der Bart tobt wie Gischt im Orkan, wellt sich in wilden, weißen Strähnen, die sich mit dem Hintergrund vermischen, bis man nicht mehr weiß, wo das Meer aufhört und der Gott anfängt. Über dem Haupt ragt die Krone – keine ordentliche goldene Krone, sondern ein zerklüftetes Gebilde aus Korallen, Muscheln und purem Zorn, als hätte der Ozean selbst ihm seine Macht ins Haar geflochten.

Ein kühnes, fast grelles Türkis, das an karibisches Wasser an flachen Tagen erinnert – und doch liegt darin etwas Bedrohliches. Dieses Türkis ist nicht einladend, es ist tief, undurchdringlich, bereit, dich jeden Moment hinunterzuziehen. Die weißen und schwarzen Pinselstriche wirken, als hätte ich mit voller Wucht Farbe auf die Leinwand geknallt – chaotisch, expressiv, lebendig. Man spürt die Bewegung, den Druck, die pure Energie des Meeres.

Das Bild braucht keine feinen Details. Es ist roh, direkt, fast aggressiv gemalt – und genau das macht seine Kraft aus. Es ist kein dekorativer Meeresgott für die Wohnzimmerwand, sondern ein archaisches Wesen, das sich weigert, gezähmt zu werden. Man steht davor und hat sofort Salzwasser in der Nase und das Gefühl, dass gleich eine Welle über einem zusammenbricht.
 

Dieser Neptun ist kein Mythos aus dem Geschichtsbuch. Er ist der Ozean in Person: unberechenbar, majestätisch, furchteinflößend schön. Und er schaut dich an, als wollte er sagen: „Du gehörst mir – ob du willst oder nicht.“
Ein Werk, das nicht nur hängen bleibt im Raum, sondern sich einbrennt in die Netzhaut. Türkis wie die Tiefe. Weiß wie der Schaum. Schwarz wie die Abgründe.

Der König, der niemals wirklich gezähmt wurde.

Platon - Die ewige unvergängliche Welt der Idee

10/12/2025

Es gibt Bilder, die mehr sagen wollen, als sie auf den ersten Blick zeigen. Mein neues Acrylgemälde, entstanden in nur einer einzigen, fast besessenen Nacht, ist so ein Bild. Auf tiefrotem Grund schwebt – oder besser: materialisiert sich – das Gesicht Platons. Kein klassisch-naturalistisches Porträt, kein akademisches Historienbild, sondern ein radikaler, fast brutaler Akt der Verehrung: dick aufgetragene Weiß- und Grautöne, mit dem Pinsel gezogen, als hätte die Farbe selbst noch mit dem Denker gerungen, bevor sie sich fügte.

Der rote Hintergrund ist kein Zufall. Rot ist die Farbe der antiken Akademie, rot ist Leidenschaft, rot ist Revolution, rot ist das Blut aller Ideen, die je für die Wahrheit vergossen wurden. Platon selbst hätte dieses Rot vielleicht misstrauisch beäugt – zu sinnlich, zu körperlich für den Mann, der die Welt der Ideen über die Welt der Schatten stellte. Und genau deshalb musste es rot sein. Denn dieses Gemälde soll keinen distanzierten Weisen zeigen, sondern einen Menschen, der bis zur Erschöpfung gedacht hat. Einen Mann, dessen Stirn sich in Falten gelegt hat, weil er zu lange in die Sonne der Wahrheit starrte.

Die Technik ist bewusst roh. Ich habe mit kleinen Pinseln gearbeitet, manchmal sogar mit den Fingern, weil ich das Gefühl hatte, dass nur so die Energie dieses Kopfes eingefangen werden kann. Platons Augen sind fast geschlossen – nicht aus Müdigkeit, sondern weil er nach innen sieht. Dort, wo die Ideen wohnen. Der Mund ist leicht geöffnet, als wollte er gerade etwas sagen, aber die Worte bleiben in der dicken Acrylfarbe stecken. Es ist der Moment kurz bevor die „Politeia“ geschrieben wird, kurz bevor die Höhlenallegorie das Licht der Welt erblickt. Ein Denk-Moment, eingefroren in Farbe.

Manche werden sagen: „Das sieht aus wie ein Schädel.“ Gut so. Denn Philosophie ist auch immer ein Memento mori. Platon wusste, dass der Körper nur das Gefängnis der Seele ist. Indem das Gesicht fast in den roten Grund zurückzusinken scheint, wird genau das sichtbar: der ewige Kampf zwischen dem Vergänglichen und dem Unvergänglichen.

Dieses Bild war kein Versuch, Platon „realistisch“ darzustellen. Es ist vielmehr ein Versuch, ihn zu fühlen. In einer Zeit, in der Philosophie oft auf TikTok-Videos und 280-Zeichen-Weisheiten reduziert wird, wollte ich einen Platon malen, der schreit – wenn auch lautlos. Einen Platon, der sagt: Denkt endlich wieder richtig, verdammt nochmal.

Das Bild heißt schlicht „Platon“. Weil mehr Titel arrogant wäre. Er braucht keine Erklärung. Er schaut dich an (oder besser: durch dich hindurch) und fragt: „Weißt du überhaupt, was wirklich ist?“

Und wenn du lange genug vor dem roten Grund stehst, fängst du vielleicht an, daran zu zweifeln, ob die Welt, in der du gerade lebst, nicht doch nur eine sehr schlecht gemalte Höhlenwand ist.

Nachtrag: Die zwei Tage, die mir noch unter die Haut gehen

30/11/2025

Kritikgespräche und das vergessene Kunststück des wirklichen Zuhörens

Eigentlich dachte ich nach Tag zwei, intensiver könne es kaum noch werden – dann kamen die Module „Kritikgespräche führen“ und „Aktives Zuhören“. Und genau diese zwei Tage haben das Seminar für mich endgültig von „gut“ zu „lebensverändernd“ gemacht.

Kritik geben und nehmen – aber richtig

Wir haben ein Rollenspiel nach dem anderen gemacht: Einmal warst du der Kritikgeber, einmal der Kritiknehmer, und zwar mit echten, aktuellen Themen aus unserem beruflichen Alltag. Keine harmlosen Beispiele aus dem Trainermanual, sondern richtig fiese Sachen:

• „Du hast im letzten Projekt dreimal hintereinander Deadlines gerissen.“
• „Deine Art, in Meetings ständig dazwischenzureden, nervt das ganze Team.“
• „Ich habe das Gefühl, du vertraust mir nicht und kontrollierst mich ständig.“

Man konnte die Raumtemperatur spüren, wenn jemand dran war. Und dann kam die eigentliche Übung: Der Kritikgeber durfte erst sprechen, nachdem er das Anliegen des anderen in eigenen Worten so wiedergegeben hatte, dass der andere sagte: „Ja, genau so habe ich das gemeint.“

Ich war überrascht, wie schwer das ist. Ich wollte sofort rechtfertigen, erklären, relativieren – aber nein, erst zuhören und spiegeln. Als ich endlich mal richtig getroffen hatte, was mein Gegenüber wirklich störte, passierte etwas Magisches: Die Abwehr fiel ab. Plötzlich war da Raum für eine echte Lösung statt für ein Verteidigungsgefecht.

Aktives Zuhören – oder: Warum mich Thales von Milet plötzlich im Seminarraum besucht hat

Beim „Aktiven Zuhören“ mussten wir einfach nur zuhören – ohne zu antworten, ohne zu nicken, ohne „Mhm“. Nur paraphrasieren und nachfragen. Kein „Ich verstehe dich“ oder „Bei mir war das auch mal so“. Nur: „Du sagst, du fühlst dich … Habe ich das richtig verstanden?“

In genau diesem Moment ist mir ein Gedanke durch den Kopf geschossen, der mich seitdem nicht mehr loslässt:
Die erste und älteste Frage der abendländischen Philosophie, die Thales von Milet vor 2600 Jahren gestellt hat, war nicht „Was soll ich tun?“ oder „Was ist gut?“, sondern:
„Was ist das Wesen aller Dinge?“ – also ein radikales, vorurteilsloses Hinschauen und Hinhören auf die Welt, wie sie wirklich ist.

Ich höre nicht, um meine eigene Geschichte zu bestätigen. Ich höre, um das Wesen des anderen für einen Moment wirklich zu erfassen. Und in diesem Schweigen und Spiegeln passierte etwas, das ich fast schon philosophisch nennen würde – ich habe den anderen wirklich gesehen. Nicht meine Projektion, nicht meine Interpretation, sondern ihn.

Seitdem frage ich mich: Wie viele Konflikte, wie viele Missverständnisse, wie viel Frust im Berufsalltag entstehen nur, weil wir nie richtig hingehört haben? Weil wir immer schon die Antwort im Kopf hatten, bevor die Frage überhaupt zu Ende formuliert war?

Mein neues Ritual

Seit ich wieder zurück bin, habe ich ein kleines Ritual eingeführt: Bevor ich in ein schwieriges Gespräch, stelle ich mir kurz zwei Fragen:
1. Was ist gerade mein Circle of Influence?
2. Bin ich wirklich bereit, erst einmal nur zuzuhören – wie Thales, der einfach nur hinschaut, was das Wasser alles sein kann?

Das klingt vielleicht etwas hochgegriffen für den Büroalltag. Aber es funktioniert. Die Gespräche sind kürzer, klarer und – das Wichtigste – sie führen irgendwo hin.

Ohlstadt war also nicht nur eine Woche Führungskräftetraining. Es war eine Woche zurück zu den Anfängen: zu echtem Zuhören, zu ehrlicher Begegnung und zu der Erkenntnis, dass die ältesten Fragen der Philosophie manchmal die praktischsten Antworten für heute liefern.
Ich bin immer noch dabei, das alles ins tägliche Leben zu übersetzen. Aber eins weiß ich schon jetzt: Die zwei Kreise, das Riemann-Thomann-Kreuz und die Kunst, erst einmal die Klappe zu halten und wirklich hinzuhören – das nehme ich für immer mit.

Eine Woche in Ohlstadt, die zu meiner Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hat

29/11/2025

Mein Erfahrungsbericht vom Seminar „Führungskompetenz neu denken“

Diese Woche war ich für fünf Tage in Ohlstadt, einem kleinen Ort im bayerischen Voralpenland, wo die Berge so nah sind, dass man morgens beim Frühstück schon Lust bekommt, alles stehen und liegen zu lassen und einfach loszuwandern. Stattdessen habe ich mich freiwillig in einen Seminarraum gesperrt – mit 12 anderen Führungskräften aus ganz unterschiedlichen Regionen – und eine der intensivsten und erkenntnisreichsten Wochen meines Berufslebens erlebt.

Das Seminar trug den schlichten Titel „Führungskompetenz für Einsteiger“, aber es war alles andere als ein 08/15-Training. Die Dozentin, hatte eine klare Botschaft: Gute Führung beginnt nicht bei Methoden und Tools, sondern bei einem tiefen Verständnis von sich selbst und den Menschen, die man führt. Und genau da traf er bei mir einen Nerv – denn viele der Inhalte fühlte sich an wie ein Déjà-vu aus meinen Lieblingsphilosophiebüchern, nur diesmal praktisch anwendbar im Arbeitsalltag.

1. Das Modell der Welt – warum wir alle in verschiedenen Realitäten leben

Am zweiten Tag haben wir uns mit dem Konzept des „Modells der Welt“ beschäftigt, also der subjektiven Landkarte, die jeder Mensch von der Realität im Kopf hat. Plötzlich wurde klar, warum zwei Menschen dasselbe Meeting verlassen und komplett unterschiedliche Geschichten erzählen.

Ein Beispiel aus der Gruppe: Ein Mitarbeiter war genervt, weil seine Kollegin „immer so langsam“ ist. In ihrem Modell der Welt war „gründlich und fehlerfrei“ jedoch ein viel höherer Wert als „schnell“. Keiner von beiden war falsch – sie lebten nur in unterschiedlichen Realitäten. Die Übung, aktiv nach dem Modell des anderen zu fragen („Was ist dir in dieser Situation wirklich wichtig?“), hat bei mir sofort etwas gelöst. Zukünftig möchte ich kürzere, aber viel ehrlichere Gespräche führen.

2. Circle of Concern vs. Circle of Influence – die wohl wichtigste Zeichnung meines Lebens

Wer Stephen Covey kennt, kennt die zwei Kreise. Ich dachte eigentlich, ich hätte das schon verinnerlicht – bis wir die Übung gemacht haben, alle unsere aktuellen Sorgen aufzuschreiben und sie dann gnadenlos den beiden Kreisen zuzuordnen.

Das Ergebnis war ernüchternd: Rund 70 % meiner „Sorgen“ lagen im Circle of Concern. Gleichzeitig war mein Circle of Influence winzig. Die Erkenntnis, dass Energie, die ich in den großen Kreis stecke, direkt aus dem kleinen abgezogen wird, hat mich gepackt. Seitdem versuche ich mich bei jedem neuen Thema bewusst zu fragen: „Kann ich hier etwas bewegen – ja oder nein?“ Wenn nein, lasse ich es (meistens) los. Das fühlt sich radikal an – und unglaublich befreiend.

3. Das Riemann-Thomann-Modell – endlich verstehe ich, warum ich mit manchen Menschen sofort kann und mit anderen immer aneinander gerate

Das war der absolute Höhepunkt der Woche. Das Riemann-Thomann-Kreuz (Nähe/Distanz und Dauer/Wechsel) machte plötzlich sichtbar, warum ich mit „Nähe- und Dauer-orientierten“ Menschen so gut harmonieren und mit „Distanz- und Wechsel-orientierten“ oft das Gefühl habe, auf verschiedenen Planeten zu sein.

Was bleibt?

Ohlstadt war nicht nur Seminareinheiten und Gruppenarbeiten. Es waren die Abendessen, wo wir noch stundenlang diskutiert haben. Es war das Gefühl, endlich wieder richtig zuzuhören – anderen und auch mir selbst. Und es war die Erkenntnis, dass echte Führungskompetenz weniger mit „Techniken“ als mit Haltung zu tun hat.

Ich bin nach Hause gekommen mit einem Kopf voller neuer und bereits bekannter Ideen, einem Herz, das sich leichter anfühlt, und einem Notizbuch, in dem auf Seite 1 jetzt zwei Kreise und ein Kreuz stehen – meine neuen täglichen Begleiter.

Wer also mal fünf Tage investieren möchte, um sich selbst und seine Wirkung auf andere besser zu verstehen: Ohlstadt im Winter, wenn die Berge schon ein Schnee tragen, ist der perfekte Ort dafür. Ich würde sofort wieder hinfahren.

Falls du auch schon mal mit Circle of Influence oder Riemann-Thomann gearbeitet hast – wie sind deine Erfahrungen? Ich bin gespannt

Schneeglöckchen - Licht im Winter

17/11/2025

Ein neues Acrylbild (und ein kleiner Neuanfang)
Manchmal braucht es nur ein paar zarte weiße Glöckchen, die sich mutig durch die kalte Erde schieben, um zu spüren: Es geht weiter. Der Winter mag noch so laut sein – das Leben antwortet leise, aber unüberhörbar.

Dieses neue Acrylbild (40 × 50 cm) entstand in den letzten Novembertagen 2025. Ich wollte genau diese Stimmung einfangen: das kühle, fast unwirkliche Mintgrün des Himmels kurz vor dem ersten richtigen Schneefall, das gedämpfte Licht, das alles weich macht, und mittendrin die Schneeglöckchen – halb noch im Schatten, halb schon im ersten zögerlichen Sonnenstrahl.

Die Farbpalette ist bewusst reduziert: verschiedene Türkis-, Mint- und Graugrüntöne, viel Weiß und nur ganz wenig warmes Beige, wo das Licht durchbricht. Die Blüten selbst sind fast nur mit feinen Linien und kleinen Farbakzenten gesetzt – sie sollten wirken, als würden sie gerade erst aus dem Nebel auftauchen. Genau wie im echten Garten. 

 

Für mich persönlich steht dieses Bild für Hoffnung, die sich nicht aufdrängt. Sie ist einfach da – still, zerbrechlich und trotzdem stärker als jeder Frost.

Der Frühling kommt. Immer.

Und dieses Jahr dürfen wir ihn schon ein bisschen früher begrüßen.

Familie

15/11/2025

Manchmal gibt es diese Momente, in denen alles aus mir herausstürzt – Farbe, Bewegung, Leben. So ist „Familie“ entstanden.

Ich hatte die Leinwand schon mit wildem Regenbogen-Hintergrund vorbereitet, dicke Acrylpaste mit Spachtel und Fingern, Schicht über Schicht, bis sie fast dreidimensional wirkte. Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett – alles durcheinander, wie das echte Leben eben ist: laut, bunt, manchmal chaotisch schön.

Dann stand ich davor und wusste plötzlich: Hier fehlt etwas.
Hier braucht es Halt.

Also habe ich einfach vier Figuren gesetzt. Kein Gesicht, kein Detail – nur Silhouetten aus kühlem Blau und Weiß, fast wie aus Licht gemalt. Eine große, eine etwas kleinere, zwei kleine. Hand in Hand.

Zwischen den mittleren beiden Händen ein winziger roter Punkt – eine Rose, ein Herz, ein Versprechen. Der einzige warme Akzent im ganzen Bild.

Die Familie steht mit dem Rücken zu uns. Sie schaut nicht zurück. Sie schaut nach vorn – gemeinsam ins Licht.

Für mich ist das Bild ein Liebesbrief an alle, die mir Halt geben und an die ich mich festhalte.
An die, die bleiben, wenn alles andere sich verändert.
An die, die mich tragen – und an die ich tragen darf.

Denn am Ende bleibt immer das:
Egal wie bunt und laut die Welt wird – mit den richtigen Menschen an der Hand ist jeder Sturm nur ein Regenbogen im Werden.

Wein trifft Kunst - Mein DIY-Tor aus Farben und Flaschen

08/11/2025

Ich habe für meine Acryl-Serie „Bottles and Bubbles“ – vier 30×40 cm Leinwände mit Weinmotiven in Regenbogen-Farben – einen eigenen mobilen Aufsteller gebaut. 

In der Vinothek, in der die Bilder stehen sollen, ist an den Wänden kein Platz wegen der vielen Weinregale. Also musste es eine freistehende Lösung sein – direkt am Eingang, wo jeder sie gleich sieht. Also selbst Hand angelegt: stabil, schlicht, elegant und in unter vier Stunden fertig.

Dafür brauchte ich Kieferleisten (4×4 cm), Schrauben, mattschwarze Acryl Farbe und eine Feinsäge – den Akkuschrauber hatte ich schon. 

Ich schnitt die Leisten auf Maß, verschraubte einen Rechteckrahmen, baute Dreieck-Stützen für sicheren Stand und spannte mit Ringschrauben Nylonfäden, an denen die Bilder mit Schraubhaken hängen. Im Anschluss kam eine Schicht schwarze Farbe drauf – fertig.

Das Ergebnis ist ein Aufsteller, der wie aus einer Design-Galerie wirkt, in zwei Minuten umgestellt werden kann und perfekt zu den Formaten passt. Er wird direkt am Eingang der Vinothek stehen oder auch in dem dazugehörigen Lokal – ein echter Hingucker, der die Gäste sofort in Stimmung bringt. Nicht nur funktional, sondern eventuell zukünftig auch ein Markenzeichen bei Ausstellungen. 

Lucky Buddha

03/11/2025

Am vergangenen Wochenende entstand in nur wenigen Stunden dieses kleine, intensive Werk: Lucky Buddha, 30 × 40 cm, Acryl auf Leinwand.

Die Vorlage stand direkt vor mir – der kleine Buddha aus unserem Hausgang, der dort seit Jahren still über die Türschwelle wacht. Sein ruhiges Gesicht, die geschlossenen Augen, die sanfte Neigung des Kopfes: alles in schnellen, fast flüchtigen Pinselstrichen eingefangen. 

Vor einer dunklen, violett schimmernden Ziegelwand schwebt er nun, umgeben von einem leichten weißen Schimmer, als trüge er seine Aura sichtbar mit sich. In den Händen hält er einen klaren, strahlenden Stern – gefunden in einer Kiste voller Dinge zum Verschenken, kurz davor platziert, und so zum Bild geworden.

Kein langes Planen - nur eine Skizze und Farbe, Bewegung und der Moment. Lucky Buddha ist kein Abbild, sondern eine Begegnung: ein vertrautes Gesicht, ein zufälliger Fund, ein spontaner Akt. 

Ein kleines Stück Alltag, das sich in Kunst verwandelt hat – und beweist: Manchmal reicht ein Blick nach nebenan, ein Griff ins Unscheinbare, um etwas Strahlendes zu schaffen.

Mein Update: "Absolut Frei" in Samtgrün

01/11/2025

Ich habe es getan. Das Oberteil meiner Frau in „Absolut Frei“ – bisher ein kühles, subtiles Blau – ist nun in tiefem, samtigem Grün gehüllt.

Der Pinselstrich war ein Sprung ins Unbekannte. Blau war zurückhaltend, fast flüsternd. Grün aber atmet. Es schimmiegelt sich an ihre Haut, fängt das Licht des goldenen Sonnenrads ein und lässt es in den Falten tanzen. Plötzlich ist sie da – nicht nur gemalt, sondern fühlbar.

Der Kontrast zum feurigen Orange explodiert jetzt noch intensiver. Das Rotkehlchen fliegt freier, die Schriftzüge schreien lauter. Und ich? Ich spüre, wie das Bild mit mir atmet.

 „Sie trägt jetzt meinen Mut“, denke ich. „Grün wie Wald, wie Moos, wie das Herz, das sich endlich traut.“ 

Ein Update, das nicht nur das Werk verändert – sondern mich.

Rusty - Mein spontanes Gelb für die zwei Liebsten

30/10/2025

Der Auftrag mit Herz
Mein Kollege sagte nur: „Mach ein Bild von meinen beiden Liebsten.“ Kein Konzept, keine Farbvorgabe. Nur ein Foto und ein Satz: „Rusty und sie – die gehören zusammen.“ Rusty, mit seinen großen Ohren, dem weichen rostigen Fell und diesem Blick, der alles versteht. Und daneben sie: in blauem Polohemd, grünen Hosen, Sonnenhut, Sonnenbrille – und diesem Lächeln, das die Welt ein bisschen heller macht. Die beiden sind ein Team. Ein echtes.
Ich stellte die Leinwand auf, Pinsel bereit – und dann kam das Gelb.

Als die Farbe einfach wusste, was richtig ist
Ich wollte mit einem neutralen Ton starten, vielleicht ein sanftes Grau. Aber der Pinsel tauchte ins Gelb – ein leuchtendes, warmes, fast freches Gelb. Und es floss. Über die ganze Leinwand. Dick, lebendig, ohne Zögern. Ich ließ es laufen. Und plötzlich war alles da: Sonne, Freude, Leben.

Ich zog Streifen in Grün, Rot, Weiß darüber – mit dem Spachtel, wild, wie Bewegung, wie Lachen. Oben wurde es abstrakt, fast wie ein Farbsturm. Unten blieben Rusty und sie klar, fast comicartig, aber eingebettet in dieses gelbe Leuchten. Die Leine zwischen ihnen? Kein Seil. Ein Band. Ein unsichtbares „Wir gehören zusammen“.

Warum Gelb? Weil sie es verdienen
Gelb ist Licht. Gelb ist Lachen. Gelb ist der Tag, an dem alles leichter ist. Rusty ist kein Arbeitstier – er ist der treue Begleiter, der stur, aber herzlich ist. Und sie? Sie strahlt, als hätte sie gerade den besten Witz der Welt erzählt – und Rusty versteht ihn. Dieses Bild sollte nicht nur zeigen, wer sie sind, sondern wie sie sind: voller Leben, voller Wärme, voller Verbindung.

Ich habe nicht geplant. Ich habe nicht kalkuliert. Ich habe einfach gemalt – und das Gelb hat entschieden. Weil diese beiden es verdienen, in strahlendem Licht zu stehen.

Mein Geschenk an meinen Kollegen
Als ich fertig war, stand ich da und lächelte. Die Farbtuben lagen noch rum, der Pinsel tropfte noch. Ich betitelte das Gemälde mit den Namen der beiden, natürlich nennt sich der Esel immer zuerst beim Namen.

Heute ist Rusty nicht nur ein Gemälde. Es ist ein Stück Herz – von meinem Kollegen, von seinen Liebsten, von mir. Ein spontanes Gelb, das sagt: Das hier ist Familie. Das hier ist Liebe.

Und wenn mein Kollege es anschaut, hoffe ich, dass er genau das sieht: seine zwei Liebsten – Rusty und sie – in strahlendem, unvergesslichem Gelb.

Ein Auftragsbild von Torbole am Gardasee: Farbpracht zwischen Bergen und Wasser

23/10/2025

In diesem lebendigen Acrylgemälde, das als Auftragsarbeit entstand, verschmelzen mediterrane Idylle und alpine Dramatik zu einem harmonischen Gesamtbild. Im Vordergrund dominiert ein tiefes, schimmerndes Blau des Sees, dessen Oberfläche die umliegenden Gebäude in sanften Wellen spiegelt. Die Farbgebung – von kühlem Türkis bis zu intensiven Tiefen – verleiht dem Wasser eine fast greifbare Frische und Tiefe.

Entlang des Ufers reihen sich farbenfrohe Häuser aneinander: Ein markantes rotes Café mit weißen Akzenten steht im Zentrum und zieht den Blick auf sich, während pastellfarbene Nachbarhäuser in Gelb- und Rosatönen eine warme, einladende Atmosphäre schaffen. Die Architektur eines südländische Hafenstädtchen namens Torbole am Gardasee, vermittelt Geborgenheit inmitten der Natur.

Im Hintergrund erheben sich mächtige, grün schimmernde Berge, deren Gipfel in helles Licht getaucht sind. Die expressive Malweise mit sichtbaren Pinselstrichen und dynamischen Farbverläufen verleiht den Hängen Lebendigkeit – als ob Nebel und Sonnenlicht in ständiger Bewegung wären. Der Himmel, in kräftigem Blau mit leichten Wolkenfetzen, verstärkt den Eindruck von Weite und Freiheit. 

Ein kleines, aber charmantes Detail: Eine Radfahrerin mit gelbem Rucksack rollt auf dem Steg entlang des Wassers – ein Moment der Leichtigkeit, der dem statischen Landschaftsbild Leben einhaucht. Dieses Werk, ist nicht nur ein visuelles Erlebnis, sondern auch ein gelungener Auftrag, der persönliche Wünsche in künstlerische Wirklichkeit umsetzt. Ein Stück Sehnsucht, eingefangen auf Leinwand.

Firnis  - Der schützende Glanz in der Malerei

22/10/2025

Vor kurzem habe ich wieder etwas dazugelernt, dass ich gerne mit euch teilen möchte. Zukünftig verwende ich zum Abschluss und zum Schutz meiner Werke Firnis. Hierüber ein kleiner Exkurs, was Firnis überhaupt ist und was er bewirkt.

Was ist Firnis?
Firnis, auch Gemäldefirnis genannt, ist ein transparenter Überzug in der Kunst, der hauptsächlich bei Öl- und Acrylbildern als letzte Schicht aufgetragen wird. Er besteht aus Bindemitteln wie Harzen, Ölen oder Kunstharzen, gelöst in Lösemitteln wie Terpentin, Alkohol oder Wasser. Es gibt verschiedene Varianten: Zwischenfirnis (während des Malprozesses) und Schlussfirnis (am Ende). Firnisse sind in Glanzgraden von matt bis hochglänzend erhältlich und werden mit Pinsel oder Spray aufgetragen.

Was bewirkt Firnis?
Schutz der Oberfläche: Er bildet eine Barriere gegen Staub, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und mechanische Schäden, was die Haltbarkeit des Gemäldes um Jahre verlängert.
Optische Verbesserung: Firnis sorgt für einen einheitlichen Glanz, verstärkt Tiefenlichter und Farbintensitäten – matte Stellen werden ausgeglichen, und das Bild wirkt harmonischer und lebendiger.
Vergilbungseffekt (historisch): Im 19. Jahrhundert nutzten Künstler getönte Firnisse, um neue Werke älter und patiniert aussehen zu lassen, was den künstlerischen Wert steigerte.

Wieso wird Firnis verwendet?
1. Erhaltung der Kunst: Ohne Firnis können Farbschichten austrocknen oder beschädigt werden; er schützt besonders empfindliche Ölfarben, die Monate zum Trocknen brauchen.
2. Ästhetische Vollendung: Er verleiht dem Bild professionellen Finish und einheitlichen Look, ideal für Ausstellungen oder Sammlungen.
3. Restaurierung: In der Gemälderestaurierung wird Firnis entfernt und neu aufgetragen, um Vergilbungen oder Verschmutzungen zu beheben – immer mediumspezifisch (z. B. Acryl-Firnis für Acryl).

Mein erstes Landschaftsbild: Torbole am Gardasee

15/10/2025

Heute habe ich einen besonderen Meilenstein erreicht – mein erstes eigenes Landschaftsbild! Mit Pinsel und Farbe habe ich mich an die malerische Kulisse von Torbole, einem charmanten Ort am nördlichen Ende des Gardasees, gewagt. Die Szene zeigt die majestätischen Berge, die sich im Hintergrund erheben, und das ruhige, tiefblaue Wasser des Sees, das im Sonnenlicht glitzert. Die charakteristischen Gebäude, darunter ein auffälliges rotes Haus, bringen das Flair dieses italienischen Ortes wunderbar zum Ausdruck.

Die Arbeit an diesem Bild ist eine spannende Reise. Von der Skizzierung der Landschaft bis hin zum Auftragen der dicken Farbschichten, die den Bergen Struktur verleihen, lerne ich gerade viel dazu. Die ruhige Atmosphäre im Raum, begleitet vom sanften Platschen der Farbe auf der Leinwand, hat mich inspiriert. Auch wenn es noch ein paar Details zu verfeinern gibt, bin ich stolz auf den Fortschritt und freue mich darauf, dieses Kunstwerk fertigzustellen.

Torbole, bekannt für seine malerische Lage und seine Nähe zu Natur und Wasser, scheint perfekt für mein Debüt als Landschaftsmaler. Dieses Bild soll nicht nur eine Erinnerung an meinen ersten Versuch sein, sondern auch die Schönheit dieses Ortes einfangen.

Bottles and Bubbles: Eine philosophische Reflexion

11/10/2025

Mit der Fertigstellung meiner Bilderserie – bestehend aus den Werken “Chardonnay”, “Primitivo”, “Champagne” und “Caput Mortuum” – schließt sich ein Kreis, der weit über die bloße Darstellung von Wein hinausgeht. Diese vier Gemälde sind mehr als ästhetische Objekte; sie sind ein Spiegel der menschlichen Erfahrung, ein Tanz zwischen Licht und Schatten, Leben und Vergänglichkeit.

“Chardonnay” eröffnet die Reihe mit einem Strahlen aus Farben, einem Sonnenaufgang der Sinne. Es symbolisiert die Leichtigkeit des Anfangs, die Freude des Moments, in dem der erste Schluck den Gaumen berührt. Hier liegt die Philosophie des Seins: das Bewusstsein für die Gegenwart, die Reinheit eines unbeschwerten Augenblicks.

“Primitivo” vertieft diese Reise. Mit seinen kräftigen, erdigen Tönen spricht es von Wurzeln, von der rohen Kraft der Erde, die den Rebstock nährt. Es ist eine Meditation über Herkunft und Identität, ein Ruf, die Tiefe unserer Existenz zu erkunden, die oft im hektischen Alltag verborgen bleibt.

“Champagne” bringt Feier und Transzendenz ins Spiel. Die sprudelnden Bläschen in der Farbpalette spiegeln den Wunsch nach Erhebung, nach einem Moment des Überschwangs. Philosophisch gesehen ist es die Anerkennung des Schönen, das uns aus der Alltäglichkeit hebt – ein Hauch von Ewigkeit in einem Glas.

Schließlich erreicht die Reihe mit “Caput Mortuum” ihren Höhepunkt, ein Name, der auf alchemistische Weise an das Ende, die Verwandlung, erinnert. Die tiefen Blautöne und das Nachdenkliche des Bildes laden ein, die Vergänglichkeit zu betrachten. Es ist eine Einladung, den Kreislauf des Lebens zu akzeptieren – von der Geburt über die Blüte bis zum stillen Vergehen.

Zusammen bilden diese Werke eine Reise durch die Seele des Weins, aber auch durch die Facetten des menschlichen Daseins. Sie fragen: Was bleibt, wenn der letzte Tropfen getrunken ist? Vielleicht die Erinnerung, vielleicht die Kunst selbst – ein Zeugnis unserer Suche nach Sinn inmitten der Farben des Lebens. Mit diesem Abschluss finde ich nicht nur Frieden in der Vollendung, sondern auch eine Einladung, immer wieder von Neuem zu beginnen.

Rausch der Farben und Wein: Bottles and Bubbles - Ein Werk im Werden

09/10/2025

Es freut mich, ein Update zu meiner neuesten Serie „Bottles and Bubbles“ zu geben, die sich um das Thema Wein und Farbspiele dreht. Die vier Werke, die demnächst fertiggestellt werden, zeigen eine harmonische Kombination aus abstrakten Farbverläufen und der klassischen Darstellung einer Weinflasche mit Glas. Jede Leinwand präsentiert ein einzigartiges Farbspektrum – von warmen Orange- und Gelbtönen bis hin zu tiefen Blautönen und leuchtenden Rottönen –, die eine emotionale Tiefe und Atmosphäre vermitteln.

Die Serie entstand aus der Inspiration, die Natur der Farben mit der Eleganz des Weins zu verbinden. Die Gemälde sind auf Holzleisten gespannt und stehen bald bereit, um in einem neuen Raum zur Geltung zu kommen. Dieses Projekt ist eine spannende Reise, und ich freue mich darauf, die Reaktionen der Betrachter zu hören. Weitere Updates folgen bald!

Bottles and Bubbles: Mein neues Abenteuer in Farbe und Wein

07/10/2025

Als Künstler kam mir die Idee zu Bottles and Bubbles an einem Abend in einer Vinothek, wo die Magie wie Trauben in meinem Kopf reifte. Daraus entstanden drei Leinwände: Die erste glüht in tiefem Rot, mit Pinselstrichen wie Rotwein im Kerzenlicht. Die zweite sprüht in Orange und Gold, wie tanzende Sektblasen. Die dritte webt kühles Blau und Türkis, ein stiller Nachklang des Moments. Eine vierte Leinwand, noch in Arbeit, entfaltet sich in Blau- und Lilatönen.

Ich arbeite daran, echte Weinflaschen einzubauen – eine Merlot-Flasche im Rot, ein Prosecco bei den goldenen Wirbeln, ein Riesling im Blau. Diese Flaschen sollen die Kunst dreidimensional machen; für mich ist Wein mehr als Getränk, er ist ein Erlebnis. Die Integration ist noch im Fluss.

Wein ist für mich ein philosophisches Elixier – ein Spiegel der Zeit, der in jedem Tropfen Geschichten von Erde, Sonne und menschlicher Hand bewahrt. Er lehrt uns Geduld, denn wie die Reben braucht auch die Seele Zeit, um zu reifen. In seiner Flüchtigkeit erinnert er uns an die Vergänglichkeit des Lebens, während seine Farben und Düfte uns zur Besinnung und zum Genuss einladen. So wird er in Bottles and Bubbles zum Symbol einer tiefen Verbindung zwischen Natur, Kunst und Existenz.

Ein erste Blick auf meine künstlerische Reise (2015-2016)

02/10/2025

Zwischen 2015 und 2016 nahm meine Leidenschaft für die Malerei Gestalt an, und mein erstes Bild auf Leinwand, das den Titel “Keep Smiling” trägt, markierte den Beginn dieser kreativen Reise. Dieses Werk ist ein lebhafter Ausdruck meiner damaligen Emotionen und künstlerischen Entdeckungen, geprägt von mutigen Farben und einer kraftvollen Komposition.

Das Bild zeigt eine dynamische Mischung aus Rot-, Grün- und Goldtönen, die eine energetische Grundstimmung schaffen. Im Zentrum prangt eine stilisiierte Krone, die Stolz und Selbstbewusstsein symbolisiert, während darunter der Schriftzug “Keep Smiling” in einer wilden, graffitiartigen Schrift die Leinwand dominiert. Ein breites, offenes Lächeln mit einer Zigarette aus der ein Stern erglimmt, fügt eine verspielte Note hinzu. Die dicken Pinselstriche und die lebendige Farbpalette spiegeln den ungeschliffenen, aber authentischen Stil wider, der meine ersten Schritte in der Kunst charakterisierte.

Dieses Bild war mehr als nur ein Kunstwerk – es war ein persönlicher Meilenstein. Es verkörperte meine Freude am Experimentieren mit Farben und Formen und den Wunsch, eine positive Botschaft zu vermitteln. Auch heute noch erinnert “Keep Smiling” mich daran, wie alles begann und wie viel Freude die Malerei mir seitdem geschenkt hat.

Flügel der Freiheit

02/10/2025

Ursprünglich war das Kunstwerk anders gestaltet, doch ich habe mich entschieden, es nochmals umzugestalten, um meine Vision noch klarer auszudrücken. 

Als Künstler hinter diesem Gemälde wollte ich mit meinem Werk eine Botschaft der Freiheit und Selbstbestimmung vermitteln. Die Frau mit ihrem wehenden, schwarzen Haar im Vordergrund symbolisiert für mich Stärke und Unabhängigkeit.

 Ich habe den Hintergrund in warmen Orange- und Gelbtönen gestaltet, mit einem strahlenden, goldenen Sonnenmotiv, das mir Hoffnung und Energie einflößt. 

Der kleine Vogel, der über ihr schwebt, war für mich ein Symbol für Leichtigkeit und die Fähigkeit, über alles hinauszufiegen.

Den Text „ABSOLUT FREE“ habe ich in kräftiger Graffiti-Schreibweise am unteren Rand platziert, weil er meine Überzeugung von einer ungebundenen Lebensweise widerspiegelt. 

Die kontrastierenden Farben und die dynamische Pinselführung kamen aus einer tiefen emotionalen Inspiration, während ich mit Herz- und Sternsymbolen eine positive, hoffnungsvolle Note einbringen wollte. 

Für mich ist dieses Bild eine kraftvolle Mischung aus Individualität und optimistischer Lebenseinstellung.

Der Kirschbaum in Mitten des grünen Dschungels

23/09/2025

In meinem Raum, der wie ein dichter Pflanzendschungel wirkt, mit zahlreichen Gewächsen in Terracotta-Töpfen, entsteht gerade ein neues Gemälde eines Kirschbaums. Die Leinwand zeigt einen einzelnen Baum mit strahlend rosa Blüten vor einer malerischen Bergkulisse, die von dunklen Wolken durchzogen ist. Dieser Kontrast zwischen der lebendigen Umgebung und der kunstvollen Darstellung erzeugt eine besondere Stimmung.

Die Kirschblüten, das Herzstück des Bildes, tragen eine tiefere Symbolik. Sie stehen in vielen Kulturen für Schönheit und Vergänglichkeit. Ihre kurze Blütezeit spiegelt die Flüchtigkeit des Lebens wider, während ihre zarte Eleganz die Freude am gegenwärtigen Augenblick unterstreicht. Eingebettet zwischen den üppigen Pflanzen, verbindet der Kirschbaum die beständige Natur mit der vergänglichen Kunst – ein leises Zeugnis von Harmonie und dem Lebenskreislauf.

"Absolut Frei"

11/09/2025

Mein Ausdruck von Freiheit in Philosophie in Farben

Als Künstler habe ich mit “Absolut Frei” ein Werk geschaffen, das meine Seele widerspiegelt. Die leuchtenden Orangetöne und die strahlende Sonne im Hintergrund sind für mich Symbole von Hoffnung und einem neuen Anfang. 

Die Figur mit den wallenden Haaren und dem Kreuz auf der Jacke repräsentiert meine Suche nach Identität, während der fliegende Vogel eine Spur von Leichtigkeit und Freiheit in mein Bild bringt.

Der handgeschriebene Text, den ich hinzugefügt habe, enthält Gedanken, die mich inspirieren – darunter eine Reverenz an Albert Camus, dessen Ideen über Existenz und Freiheit mich tief berühren. Die Worte “ABSOLUT FREI”, die ich am unteren Rand in großen, dynamischen Buchstaben gemalt habe, sind mein persönlicher Schrei nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Der Stil verbindet Elemente der Street-Art mit traditioneller Malerei, was diesem Stück eine moderne, rebellische Energie verleiht. 

Das Werk ist noch nicht endgültig abgeschlossen – ich betrachte es als einen lebendigen Prozess, der nur ruht, wie Picasso sagte: „Kunst ist nie fertig, sie wird nur aufgegeben.“ Mit “Absoluter Frei” lade ich die Betrachter ein, über ihre eigene Freiheit und Existenz nachzudenken – ein Spiegel meiner eigenen Reise als Künstler, signiert mit meinem Namen, PA (IAM.PAWLY).

Ein Tag am Hollener See

13/08/2025

Auch ein kreativer Kopf braucht mal eine Auszeit vom vielen schaffen. Heute nutzte ich meinen Urlaub für einen Besuch am Hollerner See in Eching – und was für ein Tag! Mit dem Fahrrad fuhr ich entspannt durch die bayerische Landschaft, die Sonne schien, und die Strecke war ein wirklicher Genuss. Der Hollerner See, ein klarer Baggersee nördlich von München, begrüßte mich mit seinem funkelnden Wasser und der entspannten Atmosphäre.

Nach der Radtour sprang ich direkt in den See, um mich abzukühlen – das Wasser war herrlich erfrischend! Danach ließ ich mich auf der Liegewiese nieder, lauschte dem leisen Plätschern und spürte, wie die Ruhe des Ortes meine Kreativität beflügelte. Der Hollerner See ist einfach perfekt, um im Urlaub die Seele baumeln zu lassen und neue Ideen zu sammeln. Mit einem kühlen Getränk vom Kiosk in der Hand und dem Blick auf die umliegende Natur fühlte sich der Tag wie ein kleiner Kurzurlaub an. Mein Fazit: Ein Ort, der Erholung und Inspiration vereint – ich komme definitiv wieder

Die Umarmung der Stille

12/08/2025

Inmitten der natürlichen Pracht der Isar finde ich eine Ruhe, die selten geworden ist in unserer hektischen Welt. Das sanfte Plätschern des Wassers, das sich über Kieselsteine ergießt, wirkt wie eine meditative Melodie, die den Geist beruhigt. 

Die Ufer, gesäumt von dichtem Grün und schattenspendenden Bäumen, laden dazu ein, innezuhalten und tief durchzuatmen. 

Das Licht, das durch das Blätterdach bricht und auf der Wasseroberfläche tanzt, schafft eine Atmosphäre, die Sorgen auflöst und den Kopf klärt.

Hier kann ich mich auf die Kieselsteine setzen, die Augen schließen und einfach sein – ein Moment, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Diese Stille ist nicht leer, sondern voller Leben: Vögel singen leise, der Wind streift sanft über die Haut, und das stetige Fließen des Wassers erinnert an die Kontinuität des Lebens selbst. In dieser Umgebung fällt es leicht, den Alltag loszulassen, den inneren Lärm zum Schweigen zu bringen und eine tiefe, erfrischende Ruhe zu finden.

Die Isar bietet Raum für Achtsamkeit. Jeder Schritt entlang des Ufers, jeder Blick auf die glitzernden Wellen, wird zu einer kleinen Meditation. Diese Ruhe ist essenziell für Künstlerinnen und Künstler, die oft mit einem überfüllten Geist kämpfen. Hier kann ich mich von äußeren Erwartungen lösen, den Druck der Welt hinter mir lassen und mich auf das Wesentliche konzentrieren: meine innere Stimme, die in der Stille der Natur klarer wird.

Das Rotkehlchen im Fokus: Ein Farbtupfer in der Kunst

04/08/2025

Ich habe meinem neuen Kunstwerk ein charmantes Detail hinzugefügt: ein Rotkehlchen! Dieses kleine Vögelchen mit seinem markanten roten Brustfleck schwebt nun über der lebhaften, orangefarbenen Kulisse und bringt eine frische Dynamik mit sich. Als Symbol für Freude und Neubeginn inspiriert es mich, die Natur in meiner Kunst zu feiern. Mit seinen ausgebreiteten Flügeln tanzt es über die Farbschichten und schafft einen faszinierenden Kontrast. Für mich ist es mehr als ein Deko-Element – es erzählt von Verbundenheit und Freiheit. Ein Hingucker, der mein Herz höherschlagen lässt!

Zudem fühle ich mich durch das Rotkehlchen ermutigt, noch mutiger mit Farben und Formen zu experimentieren. Es erinnert mich daran, dass Kunst auch ein Raum für Spontaneität und Leichtigkeit sein kann. In den frühen Morgenstunden, wenn ich an meinem Bild arbeite, scheint das Vögelchen mir Gesellschaft zu leisten und mir neue Ideen einzuflüstern – ein treuer Begleiter auf meinem kreativen Weg.

Transformation

01/08/2025

Heute, am 01. August 2025, freue ich mich, ein spannendes Update zu einem meiner Kunstwerke zu präsentieren. Das Bild, das ursprünglich eine Frau mit wehendem Haar vor einem leuchtenden Sonnenhintergrund zeigte, hat eine frische Interpretation erfahren.

Die neue Version behält die dynamischen schwarzen Haarsträhnen bei, die sich kraftvoll gegen den orangefarbenen Hintergrund abheben. Der Sonnenschein wurde jedoch subtil angepasst – die goldenen Strahlen sind nun etwas dezenter, was dem Gesicht der Frau mehr Fokus verleiht. Ihr Ausdruck wirkt durch die verfeinerte Schattierung intensiver, und die blaue Jacke wurde mit feinen weißen Akzenten versehen, die Tiefe und Struktur hinzufügen. Der untere Teil des Bildes zeigt nun eine sanfte Übergangsfärbung ins Weiße, was dem Ganzen eine luftige, moderne Note verleiht.

Diese Änderungen betonen die Stimmung des Bildes und schaffen ein harmonischeres Gesamtbild, während die ursprüngliche Energie erhalten bleibt. Was denkt ihr über die neue Version? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

Jenseits von Sandböden und Sonnenstürmen

30/07/2025

Aktuell entsteht ein neues Kunstwerk, das die Sinne fesselt und die Vorstellungskraft anregt. 

Das Bild, das ich gerade male, ist eine Explosion aus Farben und Texturen, dominiert von warmen Orange- und Brauntönen. 

Mit fließenden Strichen und schichtweise aufgetragener Farbe entsteht eine abstrakte Komposition, die an ferne Landschaften oder kosmische Phänomene erinnert – jenseits von Sandböden und Sonnenstürmen.

Die Technik spielt hier eine zentrale Rolle: Durch das geschickte Mischen von Farben und das Spiel mit Licht und Schatten entsteht eine Tiefe, die den Betrachter in eine andere Welt eintauchen lässt. 

Die vertikalen Linien und Risse könnten an zerklüftete Wüsten oder eruptive Sonnenaktivitäten erinnern, doch die Interpretation bleibt offen – jeder sieht etwas Eigenes.

Dieses Werk ist ein Experiment, ein Tanz mit dem Pinsel, der die Grenzen des Sichtbaren überschreitet. 

Es lädt dazu ein, innezuhalten und die Schönheit im Chaos zu entdecken. Bleib dran, denn dieses Bild wird sich noch weiter entfalten!

 

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